Wie sehr gelingt es dir dich in Beziehungen nicht zu verlieren? Wenn du in einer Beziehung deine Bedürfnisse, deine Grenzen, deine Rechte, ja deine innere Wahrheit nicht achtest und dich in den Erwartungen und Forderungen deiner/s Partner/in komplett verlierst, spricht man von Co-Abhängigkeit.

Eigentlich existiert der Begriff Co-Abhängigkeit schon über 40 Jahre und galt ursprünglich für (Ehe-)Partner von Alkoholikern. Im Laufe der Jahre stellte sich aber heraus: Jeder Mensch, der in einer dysfunktionalen Familie aufgewachsen ist, ist höchstwahrscheinlich co-abhängig. Co-Abhängigkeit hat somit nicht nur was mit Alkoholikern zu tun, sondern mit einer übermäßigen Fürsorge und die Fähigkeit keine gesunden Grenzen in Beziehungen zu setzen. Das Verhalten macht uns besonders attraktiv für toxische/ narzisstische Partner/in

Gerade wir Empathen oder hochsensible Menschen scheinen dieses Problem in Beziehungen zu kennen und wollen es oftmals nicht wahrhaben. Lieber verschleiern wir das Problem in ein Helfer-Retter-Syndrom, in eine hohe Kompromissbereitschaft, in Harmoniesucht oder Friedensstiffterei. Damit opfern wir uns bis zur Selbstaufgabe für unseren Partner auf und machen uns noch selbst vor wie viel Liebe und Gutmütigkeit wir in unseren Herzen tragen.

Nur leider führen auch genau diese Eigenschaften bei Co-Abhängigen zur Erschöpfung, Energielosigkeit, Selbstverleugnung, Selbstaufgabe bis hin in Depressionen.

Co-Abhängigkeit ist eine nachteilige Überlebensstrategie des Bindungs-Traumas aus der Kindheit. Sie umfasst eine Reihe von lang gehegten und verwendeten Verhaltensweisen, von denen einige auf die frühe Kindheit in dysfunktionalen Familien zurückgehen. Wenn wir in dysfunktionalen Familienstrukturen aufgewachsen sind, in denen unsere Bedürfnisse nicht wahrgenommen wurden, kreiert das im späteren Leben ein Chaos in uns. Als kleines Kind lernten wir vielleicht, dass Protest gegen emotionalen Missbrauch nur noch zu schlimmeren Vergeltungsmaßnahmen der Eltern führte.

Als Kinder lernten wir auf die natürliche Kampf-Fluchtreaktion zu verzichten und das Wort “Nein” so gar noch aus unserem Vokabular zu streichen. Damit haben wir nie die Fähigkeit der Selbstbehauptung bzw. des Durchsetzungsvermögens entwickeln können.

Mit dieser fehlenden und gesunden Selbstbehauptung haben wir dann die Anfälligkeit entwickelt heute von toxischen/narzisstischen Menschen ausgenutzt, misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt zu werden. Dienstbarkeit, Liebenswürdigkeit, Anpassung und Unterwürfigkeit werden zu den wichtigsten Überlebensstrategien im Erwachsenenalter von uns Co-Abhängigen.

Die häufigsten Anzeichen einer Co-Abhängigkeit zusammengefasst:

  • Extreme Angst vom Partner in der Beziehung getrennt zu werden, auch für kurze Zeitspannen
  • Helfer-Retter-Syndrom
  • eine hohe Kompromissbereitschaft, Harmoniesucht oder Friedensstiffterei
  • Alles für den Partner zu tun trotz fehlender Wertschätzung oder Anerkennung seiner Bemühungen
  • Perfektionismus: Co-Abhängige wollen die perfekte Beziehung schaffen und sich selbst die Schuld geben, wenn’s diese missglückt ist
  • Mangel an Fähigkeiten Grenzen zu setzen
  • extreme Sensibilität für Stimmungen des Partners
  • Ein extremes Bedürfnis, es allen recht zu machen und verlieren ihre eigenen Interessen, Bedürfniss und Rechte in der Beziehung
  • hohes Bedürfnis nach voller Kontrolle über Menschen in ihrem Leben
  • Besessen von der Beziehung. Dazu gehören stundenlange Gespräche
  • Sie lieben es in Gesprächen, gern dem anderen zuzuhören und ihm Aussagen zu entlocken. Unbewusst animieren Co-Abhängige lieben die anderen zum Reden zu bringen, als ihre eigenen Gedanken und Gefühle preiszugeben
  • Selbstverleugnung und Leugnung der Probleme in Beziehungen. Co-Abhängige wollen nicht die Wahrheit hören. Sie minimieren oder leugnen oft den Missbrauch und brechen den Kontakt zu Menschen ab, die ihnen eigentlich nur helfen wollten.
  • offen für Co-Abhängigkeit wird man meist erst, wenn man die toxische Beziehung verlassen hat.

Aus eigenen Erfahrungen kann ich nur empfehlen, wenn man beginnt seine Co-Abhängigkeit zu heilen, dass man nach der Trennung aus einer toxischen Beziehung erstmal Abstand nimmt von jeglichen Dating-Plattformen und Partnersuchen. Denn der erste Schritt ist eine gesunde Beziehung zu sich selbst aufzubauen, anstatt gleich den nächsten Partner/in aus dem Netz zu fischen und dort nach neue Liebe und Anerkennung zu suchen. Achtung: Dein nach Zuwendung bedürftiges Ego (dein innerer Kritker) wird dir dazu aber genau raten, dich dort anzumelden, um nach einer/m neuen Partner/in Ausschau zu halten.

Du möchtest mehr über Co-Abhängigkeit erfahren und wie du eine gesunde Beziehung zu dir selbst aufbaust? Dann fordere jetzt kostenlos den Empowerment-Plan bei mir an

Ich hoffe, dass ich dich heute mit meinem Blogartikel inspirieren konnte. Möge die Liebe auf deinem Weg immer der Wegweiser sein. Healthy-happy-holy!

Deine Mareike Hummel, Alpaka Residenz Hummeltamm


Hey, ich bin Mareike!

Seitdem ich vor vielen Jahren meine Blockaden auf energetische Weise gelöst habe, mich aus toxischen/ narzisstischen Beziehungen, von Traumas der Co-Abhängigkeit befreit habe, Achtsamkeit & Meditation entdeckt habe und mich intensiv mit limitierten Glaubenssätzen auseinander gesetzt habe, hat sich mein Leben um 180 Grad verändert- von der gestressten Managerin in der Automobilwirtschaft zum Mindful Empowerment Coach mit Alpakas.

Heute lebe ich in einer glücklichen und erfüllten Beziehung an der Ostsee in Schleswig-Holstein und genieße das ruhige Landleben. Als Generator 1/3 und Gestalter der Neuen Zeit freue ich mich total, all mein Wissen und meine transformierenden Tools zum Thema toxische Beziehungen, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung aus den letzten Jahren endlich mit dir in meinen Seminaren zu teilen

Glaubst du, dass du co-abhängig sein könntest? Schreib mir unten dazu in die Kommentare…