Kennst du das, dass einige männliche oder weibliche Chefs einen richtigen miesen Führungsstil an den Tag legen? Sie sind geprägt durch Züge ihrer Großartigkeit im Verhalten, Reizbarkeit bis hin zu cholerischen Anfällen, kranker Arroganz, Selbstüberschätzung, einen Mangel an Selbst-verantwortung, fehlendem Einfühlungsvermögen oder starke Überempfindlichkeit gegenüber Kritik.

“Ein Mitarbeiter teilt seiner Chefin mit, dass seine 5 jährige Tochter an Fieber erkrankt ist und er deswegen heute nicht zur Arbeit erscheinen kann. Die Antwort von der Chefin ist: Oh, das ist aber heute sehr unpassend!”

“Die Abteilung residiert zu einer Tagung im Hotel. Nachts schreibt der Chef seiner Assistentin noch eine Nachricht per WhatsApp: Was trägst du gerade für Unterwäsche?”

“Ein Mitarbeiter beklagt sich das aufkommende Arbeitsvolumen nicht mehr zu schaffen. Der Chef antwortet sarkastisch: Dann eben morgens früher kommen und abens länger bleiben. Das Wochenende bleibt ja auch noch übrig”

Toxische bzw. narzisstische Chefs und Chefinnen weisen einen Mangel an Empathie und Einfühlungsvermögen auf. Sie haben enorme Probleme, wahrzunehmen und einzuschätzen, wie sich andere fühlen. Oftmals sind sie ungeduldig und intolerant, erweisen sich als schlechte Zuhörer. Ständig sind sie süchtig nach Aufmerksamkeit und Bewunderung. Ihr Auftreten ist häufig arrogant und dabei fühlen sie sich sehr schnell von Kritik angegriffen und reagieren darauf mit Wut, Scham und Demütigung.

Kurzum: Sie sind Meister der “Mikro” Manipulation!

“Mikro” Manipulationen sind wie der Stachel eines Insekts, der dir Gift einimpft. Anfangs nimmst du es nicht wahr, weil die scheinbar guten Absichten dein Bewusstsein vernebeln. Sie manipulieren dich clever und geschickt…

Welche manipulativen Methoden wenden toxische/ narzisstische Chefs an?

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Die Methoden können noch so simple sein, hinterlassen bei den Mitarbeitern tiefe Wunden der Verletzung wie z.B. Schuldgefühle und Stress

  • Benachteiligen, ungerecht behandeln und ausbeuten
  • Täuschen, lügen und betrügen
  • Isolieren, ausgrenzen und kaltstellen
  • Einschüchtern, erpressen und terrorisieren

Benachteiligen, ungerecht behandeln und ausbeuten

Auch ich kenne es in der Berufswelt benachteiligt geworden zu sein. Jedoch darf man dort genauer hinschauen, ob eine böse Absicht dahinter steckt oder nicht. Bei toxischen/ narzisstischen Chefs allerdings wird das Ungerechte behandeln und Ausbeuten als Methoden angewandt, um die Mitarbeiter zu manipulieren. Ein Klassiker ist sich mit “fremden Federn” zu schmücken. Jemand hat eine innovative Idee und der Chef verkauft hinter diese Idee, die zum Erfolg führte als seine.

Täuschen, lügen und betrügen

Hier geht es daraum, das Unwahrheiten und alternative Fakten für narzisstische Chefs Mittel zum Zweck werden. Sie täuschen angebliches Fachwissen und Überlegenheit vor, wie ich es selbst bei einem Interim-Manager erlebt durfte, getreu “mehr Schein als Sein”. Gern machen sie Versprechungen in Meetings, die sie nie einhalten. Was ich unter weiblichen Führungskräften erleben durfte, ist das Gerüchte streuen. Es werden Gerüchte gestreut, um das Ansehen des Opfers zu zerstören. Bewusste Irreführung, Täuschung von Information und Desinformation, um ein Vorankommen zu behindern.

Isolieren, ausgrenzen und kaltstellen

Die Anzeichen für Ausgrenzungsmethoden sind vielfältig. Ich wurde mal in meinem Ausbildungsbetrieb straf versetzt in einen Zweibetrieb, der für mich die weitestes Anreise bedeutete. Nur weil ich meine Meinung gesagt habe: “Learning by doing” und nicht das Betriebssystem im Handbuch durchlesen wollte. Damit hatte meine Vorgesetze sich beim Inhaber über mich beschwert und ich wurde ausgegrenzt, damit die Vorgesetzte nicht mehr mit mir zusammen arbeiten brauchte. Weitere Methoden sind, wenn du deinen Vorgesetzen nicht mehr erreichst, weil er angeblich keine Termine für dich frei hat. Du wirst wie Luft von deinem Chef behandelt. Oder du bekommst von deinem Chef bewusst undankbare und unmögliche Aufgaben zugeteilt. Du fühlst dich, wie das 5 Rad am Wagen.

Einschüchtern, erpressen und terrorisieren

Hier spielen die toxischen Chefs mit der Verlust deines Arbeitsplatzes oder mit deinem Statusverlust. Die manipulativen Methoden heißen: Unter Druck setzen, drohen, quälen, einschüchtern, erpressen und terrorisieren. Hier wird mit deiner Angst gespielt. Den Angst macht bekanntlich gefügig und gehorsam. Es fallen Sätze wie “Du weißt, ich sitze am längeren Hebel”. Klassisch hierfür ist auch ein Katze Maus Spiel mit der Angst. Denn die Katze gewinnt immer, die Maus überlebt nie. Häufig ist der Chef ein Choleriker, unberechenbar, seine Aussagen und Entscheidungen trifft er wie ein Fähnchen im Winde. Seine Mitarbeiter sind durch den aufgebauten Druck in Dauer-Anspannung- Stress.

Tipps für den Umgang mit toxischen/ narzistischen Chefs (m/w)

  • Erwarte weder Lob noch Dank von deinen Chef. Er/Sie besitzt keine Empathie und würdigt deine Leistung nicht, weil er ja nicht möchte, dass du besser bist als er/sie.
  • Lobe den Narzissten– er will einfach den ganzen Tag über bewundert werden
  • Biete ihm keine Angriffsfläche– mach Dienst nach Vorschrift- er mag keine Kritik
  • Verschaffe dem toxischen Chef Vorteile– wenn du eine Idee hast, musst du ihm die so verkaufen als wären es seine Gedanken gewesen
  • Halte dir den Narzissten auf Abstand, denn er hat ein Talent dich charmant um den Finger zu wickeln
  • Nimm bitte nichts persönlich, was ein Narzisst zu dir Verletzendes sagt. Geh immer auf emotionalen Abstand
  • Fataler Fehler! Fang nicht an den Narzissten mit deiner empathischen Art an zu therapieren. Der Schuss geht nach hinten los. Lieber Empath, an dir ist nichts ist falsch und du hast auch nicht versagt. Es ist sogar alles mit dir in Ordnung . Du wurdest einfach manipuliert, kontrolliert, benutzt und belogen, von jemandem, der keine Gewissensbisse hatte, einen Menschen wie dich zu verletzen.
  • Kündige, wenn es dir zu viel wird!

Die Zukunft erfolgreicher Unternehmen: Wo nach sehnen sich denn Mitarbeiter?

Aus meiner Zeit als Managerin in der Wirtschaft und als Seminarleiterin auf der Alpaka Residenz Hummeltamm habe ich in Erfahrung gebracht, dass es wieder “menschlicher, bewusster & langsamer” in der Arbeitswelt werden darf. Diese toxischen Führungsstile haben ausgedient. Viel mehr wünschen sich heute die Mitarbeiter, dass sie sich in der Firma engagieren dürfen, Lust haben sich einzubringen und Freude haben Verantwortung zu übernehmen. Gerade in Dienstleistungsgewerben werden Fähigkeit wie Fachwissen, Teamgeist, Freundlichkeit, Kreativität und emotionale Intelligenz benötigt.

Diese Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter können weder mit Incentives, also mit Belohnungen, noch mit der Drohung der Entlassung erzwungen werden. Das sind Fähigkeiten, die schenkt dir nur ein Mitarbeiter, wenn es ihm der Firma gut geht. Das heißt der Mitarbeiter muss das Gefühl haben, dass er in einer Firma ist, wo eine Beziehungskultur herrscht, wo er als Einzelner gesehen wird, ernst genommen wird.

Das ist genau die Umwandlung der alten Objektbeziehung in Subjekt-Begegnungs-Beziehung, wo Unternehmen sich hin entwickeln dürfen.

Für mich heißt das, dass moderne Führungskräfte/ Chefs nicht mehr versuchen, den Mitarbeitern zu sagen, was sie zu tun haben, sondern sie würden versuchen, den Mitarbeiter einzuladen, zu ermutigen und zu inspirieren, um in ihre eigen Kraft zu kommen.

Das wäre aber ein völlig neues Führungsschema, auch ein vollkommen neues Führungsverständnis, weil die Führungskraft sich selbst unnötig machen würde. Wenn ich die Mitarbeiter so sehr ermächtige und ihnen so viel Raum gegeben habe, dass sie das alleine können, dann weiß ich als traditionelle Führungskraft gar nicht mehr, was ich machen soll…

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Ich hoffe, dass ich dich mit meinem Blogartikel inspirieren konnte.

Mareike Hummel, Founder Alpaka Residenz Hummeltamm| Süsel Schleswig-Holstein